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Grazer Juristische Gesellschaft

„Algorithmenrecht – Komplexität und Autonomie informa-tionstechnischer Systeme als Regelungsfelder“ - 24.10.2018

von Prof. Dr. Kai von Lewinski


Univ.-Prof. Dr. Karl Stöger, Prof. Dr. Kai von Lewinski, Univ.-Prof. DDr. Günther Löschnigg

 

Autonome Fahrzeuge, Roboter und Systeme mit Künstlicher Intelligenz drängen in den Alltag. Zusammenstöße mit diesen neuen Instanzen – im eigentlichen wie im übertragenen Sinne – finden statt und werden mehr. Deshalb beginnt das Recht nun, sich mit der Regulierung von Algorithmen zu befassen. Bislang wird vornehmlich über die Haftungsfragen und vielleicht noch die Versicherbarkeit von Schäden diskutiert. Der rechtswissenschaftliche Werkzeugkasten ist aber deutlich reichhaltiger bestückt. Der Vortrag hat zum einen und im Kern einen Überblick über denkbare Regulierungsfelder („Matrix“) gegeben, mögliche Regelungsstrategien („Profile“) betrachtet und dass Recht der Algorithmen als ein neues Rechtsgebiet vermessen („Topographie“). Zum anderen wurde auch eine Methode vorgestellt, mit der überhaupt neue Rechtsgebiete erkundet werden können. Denn Juristen als Textarbeiter tun sich naturgemäß schwer damit, Dinge zu erkennen, die noch keinen Niederschlag in Normen oder wenigstens Gerichtsentscheidungen gefunden haben.

  

Prof. Dr. Kai von Lewinski studierte Rechtswissenschaften und später auch Geschichte in Heidelberg, Berlin (FU) und Freiburg; dort promovierte er im Jahr 2000 auch. Anschließend absolvierte er das Referendariat in Berlin, Speyer und London. Danach war er wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Assistent an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo er sich im Jahr 2010 mit einer Arbeit zum Thema „Öffentlichrechtliche Insolvenz und Staatsbankrott“ habilitierte. Nach Lehrstuhlvertretungen ist er seit 2014 Professor für Öffentliches Recht, Medien- und Informationsrecht an der Universität Passau. Zu seinen Forschungsschwerpunkten neben diesen Gebieten zählen die Algorithmenregulierung und das Berufsrecht der Anwälte und Steuerberater. Seit 2017 ist Prof. von Lewinski stellvertretender Sprecher des DFG-Graduiertenkollegs „Privatheit und Digitalisierung“.

 

Einladung


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